UNKENBACH, Künstlerhof

 
Die Bundesstraße 420 von Alsenz nach Meisenheim führt durch den Ort, vorteilhaft liegt der größte Teil von Unkenbach nördlich der Verkehrsverbindung und entlastet enorm. In Unkenbach nun angekommen erfahre ich, dass hier das Nordpfälzer Bergland 230 Meter Höhe misst. Die Umgebung mit Ackerflächen, Grünflächen, Mischwald und schöner Natur mit dem gleichnamigen Bach zeigt an, hier ist gut zu wohnen. Landwirtschaft ist noch spür- und erkennbar, daneben finden Pferde und ihre Halter*innen bestimmt auch gute Voraussetzungen. Handwerk ist angesiedelt und ich habe an den Baustellen im Dorf gesehen, dass sich die digitale Zukunft verbessert. Im März 2020 war in Unkenbach der Spatenstich für den Glasfaserausbau im Donnersbergkreis.
Ich unterstütze die Forderung, den Lückenschluss des Radweges in Richtung Obermoschel endlich umzusetzen und freie Fahrt für Radfahrer*innen zu rufen.
Beim Durchgang im Ort wirken die Sandsteingebäude und die schönen Fachwerksbauten. Was ein Glücksfall, wenn sich dann noch Menschen finden und ansiedeln, um aus altem Gemäuer wunderschöne Fassaden und Hingucker für das Ortsbild zu schaffen und zugleich neues Leben in alte Anwesen und in den Ort zu bringen. Wie in der Entengasse: Die Gebäude, das älteste aus dem 17.Jahrhundert, ursprünglich zwei Anwesen und zur ältesten Bausubstanz des Ortes gehörend, lassen aufschauen. Was geschmackvoll und behutsam hergerichtet wurde, nennt sich Künstlerhof. Was sich hinter schönem Fachwerk und Sandsteingemäuer versteckt überrascht mich. Ferienwohnungen, Gästehaus, Kunstseminare, Galerie, weitläufiger Garten und mittendrin ein Bachlauf, so die Homepage.
Die Gemeinde hat knapp 250 Einwohner*innen, wurde 1387 erstmals erwähnt und verdankt ihr Entstehen den Franken, vermutlich 600 Jahre vorher. Im Ortsmittelpunkt blickt die hohe Giebelwand der protestantischen Kirche mit dem nördlich angebauten Turm beruhigend in die Hauptstraße. Sie entstand zwischen 1861 und 1863, das gegenüberliegende alte Schulhaus ist bereits 14 Jahre vorher erbaut worden.
Das ehemalige Schulgebäude in der Schulstraße, das 1907 entstand, ist heute das Dorfgemeinschaft.

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