Gleichberechtigung ist ein stetiger Prozess und damit eine dauerhafte politische Aufgabe.
Darin sehe ich meine Verantwortung als frauenpolitische Sprecherin.
In den vergangenen Jahrzehnten wurden wichtige Fortschritte erzielt. Doch der Blick in den Alltag zeigt: Frauen und weiblich gelesene Personen sind weiterhin strukturell benachteiligt. Im Berufsleben, in der Care-Arbeit, in politischen Entscheidungsprozessen oder in Fragen der körperlichen Selbstbestimmung zeigen sich täglich die Auswirkungen.
Für mich bedeutet das, dass formale Gleichstellung nicht ausreicht, solange reale Ungleichheiten bestehen. Mein Einsatz gilt deshalb gleicher Bezahlung bei gleicher und gleichwertiger Arbeit, besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie einer gerechten Verteilung von Sorgearbeit. Gleichzeitig braucht es wirksame Maßnahmen (online und offline) gegen (sexualisierte) Gewalt, Diskriminierung und antifeministische Tendenzen.
Eine feministische Politik nimmt die Lebensrealitäten aller Frauen und weiblich gelesenen Personen ernst und denkt Vielfalt mit: unterschiedliche soziale Hintergründe, Lebensentwürfe, Identitäten und Herausforderungen. Ziel ist eine Gesellschaft, in der Frauen, frei von strukturellen Hürden und patriarchalen Machtverhältnissen, selbstbestimmt leben, arbeiten und entscheiden können.
Gleichstellung ist kein „Frauenthema“, sondern eine Frage von Gerechtigkeit, Demokratie und Zukunftsfähigkeit. Deshalb ist der Einsatz für Frauenrechte ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit im Landtag.