Anlässlich der Rekordtemperaturen der vergangenen Tage fordern die GRÜNEN das Erstellen eines Hitzeaktionsplans für den Donnersbergkreis. Dazu erklärt Lisett Stuppy, Kommunalpolitikerin und regionale Landtagsabgeordnete der GRÜNEN:
„Die Rekordhitze vom Wochenende verdeutlicht: Abwarten und Tee trinken geht nicht mehr. Wir brauchen jetzt rasch konkrete Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, bevor der Donnersbergkreis von der nächsten verheerenden Hitzewelle überrollt wird. Um die entscheidenden Maßnahmen zu identifizieren und zu koordinieren, muss jetzt endlich ein eigener Hitzeaktionsplan erstellt werden. Wir GRÜNEN werden entsprechende Anträge einbringen. Dieser Hitzeaktionsplan darf dann kein Papiertiger bleiben, sondern es müssen konsequent die Dinge umgesetzt werden, die auf der Hand liegen. Es ist in den letzten Tagen klar geworden, dass wir ein Defizit beim Schutz von Risikogruppen haben. Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere, ältere Menschen und Pflegebedürftige müssen deshalb im Zentrum der Überlegungen für einen Hitzeaktionsplan stehen. In unseren Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen und Kitas kann es nicht weitergehen wie bisher.
Wir brauchen schnell wirksame Maßnahmen wie Verschattung in den Schulen, Begrünung in den Städten, öffentliche kühle Räume und Klimaanlagen für Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser. Eine klimaangepasste Stadt- und Dorfplanung zur Selbstverständlichkeit werden: Begrünung, Frischluftschneisen, Entsiegelung und kluge Planung bei Bebauung, die Farbgebung von Straßenbelägen und Pflastern sowie die Ausrichtung von Dächern. Die Erderhitzung ist da, die Anpassung an sie muss bei der Planung zum Schutz der besonders betroffenen Gruppen oberste Priorität haben. Gleichzeitig steht der Donnersbergkreis finanziell mit dem Rücken zur Wand. Ohne Hilfe des Landes werden wir die notwendigen Maßnahmen nicht finanzieren können. Geld für Klimaanpassung steht schließlich aus dem Sondervermögen zur Verfügung. Jetzt muss es auch dafür benutzt werden.“