Der Donnersbergkreis wird seinen Schülerinnen und Schülern in den Sommerferien kein Deutschlandticket zur Verfügung stellen. Lisett Stuppy, Landtagsabgeordnete aus dem Donnersbergkreis, sieht die Landesregierung in der Pflicht, für eine landesweite Regelung zu sorgen.

„Schülerinnen und Schüler im Donnersbergkreis werden im Juli abgehängt. Der Landkreis kann es sich nicht leisten, ihnen für die Ferien ein Deutschlandticket zur Verfügung stellen. In Rheinland-Pfalz entsteht ein Flickenteppich, und Kinder, Jugendliche und ihre Familien haben das Nachsehen. Es kann und darf nicht sein, dass in den Sommerferien der Wohnort entscheidet, ob Schülerinnen und Schüler mobil sein können. Es sind bald Ferien und die jungen Menschen wollen zum Schwimmbad fahren, zu Freuden, zum Public Viewing oder zum Ferienjob.
Die Landesregierung muss deshalb die Mittel für die Schülerbeförderung den Landkreisen dringend zwölf Monate im Jahr zur Verfügung stellen. Nur das gewährleistet eine Gleichbehandlung der Schülerinnen und Schüler in allen Regionen. Das Deutschlandticket bietet Freiheit, gerade in Zeiten, in denen Familien sowieso finanziell belastet sind. Die aktuelle Situation schafft dagegen Ungerechtigkeit zwischen den Menschen in unterschiedlichen Kommunen, aber auch überflüssigen bürokratischen Aufwand.
Ministerpräsident Schnieder hatte im Wahlkampf ein kostenfreies Deutschlandticket für alle Schülerinnen und Schüler versprochen. Dieses Versprechen hat Schwarz-Rot längst einkassiert. Nun muss die Landesregierung wenigstens eine Gleichbehandlung für Kinder und Jugendliche im Land gewährleisten.“