„Wir wollen auch im ländlichen Raum mobil sein“: Das geht!

Bei unserem Novembertermin beschäftigten wir uns mit dem Thema nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum. Zu Besuch waren diesmal Gäste aus dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität: Staatssekretär Michael Hauer und Abteilungsleiter für Klimaschutz, Energie und Mobilität Ingmar Streese.

In einem Vortrag stellten sie einen Überblick über Mobilität im ländlichen Raum und die weitere Entwicklung dar. Wie wir wissen, ist gerade im ländlichen Raum ein Auto häufig unverzichtbar und der öffentliche Personennahverkehr im ländlichen Raum ist kostenintensiv. Für viele Kommunen ist er daher nicht wirtschaftlich und das, obwohl in der Regel keine regelmäßigen Taktungen verfügbar sind. Deswegen muss sehr genau überlegt werden, wo die finanziellen Mittel hinfließen. Sehr kleine Orte müssen vor dieser Argumentation leider häufig zurückstecken.

Eine gute Anbindung an urbane Zentren ist wichtig für die soziale Teilhabe der Bevölkerung und führt zudem zu einer Entlastung der Städte. Michael Hauer erörterte vor diesem Hintergrund mögliche Ansätze zur Umsetzung durch den Einsatz von Ruftaxen statt unnötiger Leerfahrten zu großer Busse. Eine weitere Lösung für dieses Problem, die wir im Gespräch thematisierten, ist das Carsharing. On Demand Angebote erhöhen die Flexibilität für die Nutzer:innen und ermöglichen auf Dauer erhebliche Kosteneinsparungen. Zusätzlich können solche Optionen außerhalb der Stoßzeiten auch für Dienstleistungen (Pakete) oder Krankentransporte genutzt werden. Die flexible und kreative Nutzung alternativer Mobilitätsangebote könnte also auch in weiteren strukturellen Nachteilen ländlicher Räume zur Verbesserung der Versorgung beitragen.

Um diese Möglichkeiten miteinander verknüpfen zu können, sind Konzepte wie beispielsweise Mobilitätsknotenpunkte wichtig zu diskutieren. Sie sollen den Übergang zwischen den verschiedenen Fortbewegungsarten (Bahn, Busse, Fahrrad, Carsharing) erleichtern. Durch dieses zentrale Vorgehen, soll es auch in ländlichen Räumen und strukturschwachen Kommunen möglich werden, ohne Einbußen auf ein eigenes Auto verzichten zu können.

Thema unserer Runde war neben den bereits verfügbaren Optionen für ländliche Kommunen auch, wie Mobilität nicht nur nachräglich verbessert, sondern auch zukunftsgerichtet gedacht werden kann. Ein solches Vorgehen ist zum Beispiel bei der Planung von Neubaugebieten essenziell. Indem Mobilität in neu entstehenden Quartieren bereits flexibel und kreativ vorgesehen ist, können in Zukunft Mangelsituationen vermieden werden.

Zum Ausblick auf weitere Termine, sind einige Informationen von Teilnehmenden an dieser Stelle relevant.

Unser Bereich in der GRÜNEN Wolke wächst weiter. Dort steht euch jetzt eine Checkliste zur Planung von Veranstaltungen zur Verfügung. Wer den Zugang haben möchte, soll sich einfach bei wahlkreisbuero@lisett-stuppy.de melden.

Der Beteiligungsprozess – Mitmachen und GRÜNE Strukturen weiterentwickeln ist abgeschlossen. Die Workshops werden zur Zeit ausgewertet. Bei der LDK im Dezember soll dann ein Zwischenbericht vorgestellt werden soll.

Unser nächster Termin ist am 08. Dezember um 20:00 Uhr. Dann mit Esther Boller, Referentin für Freiwilligenmanagement in der Landesgeschäftsstelle.

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